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Auftakt zum "Sport im Park" 2019

Gerbracht Ralf 15.07.2019
Aus dem Hülsenbecker Tal wird ein Sportplatz
 
Auftakt für das Programm „Sport im Park“. Vier Vereine bringen Bewegung in die Sommerferien

Der Verein To-San bietet unter anderem Taek Bo an, eine Fitnessportart, bei der Techniken aus dem Taekwondo eingesetzt werden. Angelika Trapp

Aktive des TV Altenvoerde laden Interessierte zum klassischen Faustball spielen auf die Wiese an der Musikmuschel ein.

Angelika Trapp

Ennepetal Der Weg durch das Hülsenbecker Tal bis hinauf zur Musikmuschel stellt für manchen schon eine sportliche Herausforderung dar. Und um Sport und Bewegung geht es in den nächsten Wochen im Bereich der Musikmuschel, wo attraktive sportliche Angebote für jedermann winken. „Sport im Park 2019“ heißt die Aktion, die in Ennepetal am Samstag Premiere feierte.

„Wir möchten Leute, die nicht so sportlich aktiv in Vereinen sind, auf Angebote unserer Vereine aufmerksam machen, in Bewegung bringen“, sagt Dirk Baunscheidt, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV). „Die Deutschen laufen nur knapp zwei Kilometer pro Tag. Viel zu wenig.“ Vor 40 Jahren habe das anders ausgesehen. „Die fehlende Bewegung muss man ausgleichen und sportlich tätig werden – und zwar sind da alle Altersklassen angesprochen.“ Und Bianca Euteneuer, Leiterin des Sportamtes, betonte: „Bewegung ist für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung eines Menschen enorm wichtig.“

Etliche Interessierte beim Auftakt

Es war nicht so, dass man vor der Musikmuschel keinen Platz mehr fand, aber es waren am Samstag doch etliche Interessierte gekommen – zur Freude der beteiligten Vereine To-San, Milsper TV, TV Altenvoerde und Torakai. „Mit dem Programm ,Sport im Park’ wird Bewegung und Sport Teil des öffentlichen Raumes“, so Dirk Baunscheidt. Die Idee habe man im SSV entwickelt. Schon im letzten Jahr seien die Vereine, immerhin 55, angesprochen worden. Im Frühjahr habe man mit rund 20 Leuten über dieses Projekt mit dem Sportamt diskutiert, abgestimmt, wann was stattfinden solle. Das sei schon ein erheblicher Aufwand gewesen, die Flyer seien in letzter Sekunde fertig gestellt worden. Alles habe jedoch geklappt. „Eine tolle Leistung aller Beteiligten“, so Baunscheidt.

Bianca Euteneuer sagte, dass man froh sei, so etwas auf die Beine gestellt zu haben. Das sei das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit des SSV mit seinen Vereinen und dem Sportamt. „Sport im Park“ gebe es bereits in vielen Städten, wo im Sommer Menschen mit attraktiven Angeboten nach draußen gelockt werden – nun auch in Ennepetal. Die unverbindlichen, für alle frei zugänglichen Angebote sollen Menschen aller Generationen zu sportlichen Aktivitäten motivieren. Außerdem haben Ennepetaler Vereine die Möglichkeit, ihre Sportarten vorzustellen.

Zur Eröffnungsveranstaltung war die Laune aller bestens. Saß man sonst im Rahmen von „Sang und Klang“ still auf dem Bänkchen vor der Musikmuschel und lauschte den Konzerten, war nun Bewegung angesagt. Bürgermeisterin Imke Heymann zeigte ihre Freude über das sportliche Angebot. „Diese Idee hatte Elke Vering vom Sportamt. Der Stadtsportverband war sofort begeistert und bringt sich mit den Vereinen fantastisch ein. Eine tolle Idee zum 70-jährigen Stadtjubiläum.“ Heymann hofft, dass sich die Aktion in den nächsten Jahren etabliert und sie dankte allen Beteiligten, die sich am Samstag eingebracht haben und sich in den nächsten Wochen einbringen werden.

Auch mit Kinderwagen aktiv

Im Lauf des Tages stellten alle beteiligten Vereine ihre unterschiedlichen Sportangebote vor, so beispielsweise der Kampfkunstverein „Torakai“ Soundkarate und Karate-Do; To-San war unter anderem mit Taek-Bo dabei, der TVA mit Faustball und Boule, die MTV mit Parkour.

Am Dienstag wird es bei der MTV heißen „Sport mit Kinderwagen“. Zu dieser Aktion erklärte Birgit Beer-Gärtner, was es damit auf sich hat: Es ist keineswegs so, dass mit dem Kinderwagen Luftsprünge veranstaltet werden sollen, sondern es werde gewalkt, es würden Dehnübungen gemacht, mit gestreckten Armen werde der Kinderwagen geschoben und auch Rückwärtsgehen mit Kinderwagen werde geübt. Das Kind bleibt dabei immer im Wagen.

Warum nur vier Vereine mitmachen? „Diese haben gesagt: wir sind dabei. Warum es nicht mehr sind, liegt möglicherweise an der Urlaubszeit“, erklärte Dirk Baunscheidt. „Eventuell nehmen bei weiteren Veranstaltungen mehr Vereine teil.“

Bei allen Angeboten von Mitte Juli bis Ende August ist der Veranstaltungsort immer der Platz rund um die Musikmuschel im Hülsenbecker Tal. „Den fanden wir für diese Aktion einfach ideal“, so Baunscheidt.

Westfalenpost/Westfälische Rundschau, Ausgabe Montag 15. Juli 2019 "Lokalteil Ennepetal"